Luftverkehr

Malaysia Airlines wird umgebaut und von der Börse genommen

Ein Jet der Malaysia Airlines in Kuakla Lumpur

Ein Jet der Malaysia Airlines in Kuakla Lumpur

Nach den zwei Flugzeugkatastrophen soll die nationale malaysische Fluggesellschaft Malaysia Airlines komplett umgebaut und von der Börse genommen werden. Es wird eine vollständige Neuaufstellung der Fluggesellschaft angestrebt.

Das teilte der Mehrheitsaktionär, Malaysias Investitionsfonds Khazanah Nasional Berhad, mit. Die Aktie der Airline wurde vom Handel suspendiert.

Die nach zwei schweren Unglücken hohe Verluste schreibende Malaysia Airlines wandert nun komplett unter staatliche Kontrolle. Der Staatsfonds Khazanah Nasional, mit 70 Prozent der Anteile bereits Mehrheitsaktionär, übernimmt auch die restlichen Anteile, wie er mitteilte.

Um die Fluggesellschaft "wieder zum Leben zu erwecken", müsse sie komplett umgebaut werden. Ein Plan für die Restrukturierung des Unternehmens, bei dem 19'500 Menschen arbeiten, werde bis Ende August vorgelegt.

Im März war eine Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden; noch immer fehlt jede Spur von ihr.

Am 17. Juli wurde dann ein weiteres Passagierflugzeug der Airline auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ukraine abgeschossen; alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Die Buchungen bei der Fluggesellschaft gingen in der Folge drastisch zurück.

Tägliche Millionenverluste

Die Airline macht derzeit täglich ein bis zwei Millionen Dollar Verlust. Khazanah Nasional will das Unternehmen nun von der Börse nehmen und "Geschäftsmodell, Finanzen, Personal sowie den gesetzlichen Rahmen" überprüfen. Nur so könne die nationale Fluggesellschaft wieder profitabel werden und weiterhin eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Landes spielen.

Malaysia Airlines schrieb schon vor den beiden schweren Unglücken Verluste. Gründe sind die hohen Personalkosten und die aggressive Konkurrenz in Asien.Das Management der Fluggesellschaft erklärte, der laufende Betrieb werde unverändert fortgeführt, eine Erklärung folge.

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