Coronavirus

«Lust am Einkaufen geht verloren» — Detailhändler fürchten Maskenpflicht

Muss man eine Maske tragen, nimmt die Lust am Stöbern ab. Die Swiss Retail Federation fürchtet sich deshalb vor einer Maskenpflicht. (Symbolbild)

Muss man eine Maske tragen, nimmt die Lust am Stöbern ab. Die Swiss Retail Federation fürchtet sich deshalb vor einer Maskenpflicht. (Symbolbild)

Müssen Kunden fortan beim Einkaufen eine Maske tragen, würden vor allem Kleiderläden leiden, befürchtet die Swiss Retail Federation. Die bisherigen Schutzkonzepte würden ausreichen.

(sku) Immer mehr Kantone führen eine Maskentragpflicht in Geschäften ein. Nebst in den Kantonen Genf, Jura, Neuenburg und Waadt, müssen seit dieser Woche nun auch in Basel-Stadt und Zürich zum Einkaufen Masken getragen werden. Wie eine Umfrage unter den Mitgliedern der Swiss Retail Federation zeigt, erwarten Unternehmen aller Segmente des Detailhandels durch eine Einführung einer allgemeinen Maskenpflicht negative Konsequenzen.

Detailhandel kein Ansteckungsherd

Die aktuellen Schutzmassnahmen haben gemäss der Mitteilung vom Dienstag schon jetzt negative Effekte — vor allem im Fashionbereich. Die Kunden würden weniger direkte Beratung suchen und die Ware weniger anprobieren. «Die Lust am Einkaufen geht verloren», heisst es in der Mitteilung. Eine allgemeine Maskenpflicht würde diesen Effekt noch verstärken, befürchtet der Detailhandelsunternehmerverband. Müssen Kunden künftig eine Maske tragen, würden sie noch weniger Zeit in den Läden verbringen und noch vermehrt auf Online-Shops ausweichen.

Die Swiss Retail Federation ist der Meinung, dass der Detailhandel kein Ansteckungsherd für Kundschaft und Verkaufspersonal oder Verbreiter des Coronavirus ist. Denn in den Detailhandelsgeschäften würden sich die Kunden dynamisch bewegen. Die Swiss Retail Federation fordert die Kantone deshalb auf, kritisch zu prüfen, ob eine allgemeine Maskenpflicht das richtige Instrument sei, um die Fallzahlen zu senken

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