Der neue Tarifvertrag der Lufthansa mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ende nach 13 Monaten am 30. April 2012, teilten die Sozialpartner mit. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg zeigte sich zufrieden und sprach von einem "sehr massvollen Abschluss".

Für das Unternehmen sei der erzielte Abschluss zwar "ambitioniert" und es gelte nun, die Zusatzkosten an anderer Stelle wieder zu verdienen, sagte Roland Busch, Personalvorstand der Lufthansa-Passagiersparte. "Doch vor dem Hintergrund einer zuletzt zweijährigen Nullrunde und dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld ist die Einigung vertretbar."

Die Tarifverhandlungen gingen viel geräuschloser über die Bühne als noch 2010. Seinerzeit hatten die Piloten den Flugbetrieb der Lufthansa mit einem eintägigen Streik lahmgelegt, der die Gesellschaft mit rund 50 Millionen Euro belastet hatte.

Vermittlung bei Swiss gescheitert

Bei der Swiss ist im Ringen um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag dagegen noch kein Durchbruch erzielt worden. Vergangene Woche scheiterte das Vermittlungsverfahren vor dem Einigungsamt des Kantons Zürich.

Die Führung der Pilotengewerkschaft Aeropers will am Montag bekannt geben, wie sie mit dieser Situation weiter verfahren wird. Die Fortsetzung des Konflikts werde auch für die Öffentlichkeit von Bedeutung sein, heisst es in der Einladung zu einer Medienkonferenz. Die Piloten der Swiss befinden sich seit dem 1. April im vertragslosen Zustand und sind somit laut Aeropers von der Friedenspflicht befreit.