Luftverkehr

Lufthansa bei Übernahmen von Brussels und BMI am Ziel

Das Logo der Lufthansa (Archiv)

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Nach monatelangem Gezerre ist die Lufthansa bei den Übernahmen von Brussels Airlines und der britischen BMI am Ziel. Die EU-Kommission genehmigte den Einstieg bei Brussels. Zugleich einigte sich Lufthansa im Streit mit BMI-Gründer Michael Bishop über die Mehrheitsübernahme der Airline.

Bishop verkauft seinen BMI-Anteil von gut 50 Prozent nun nicht an Lufthansa direkt, sondern an die eigens dafür gegründete Zwischenholding LHBD, an der die Airline 35 Prozent hält. Der Preis liegt bei 48 Mio. Pfund. Zusätzlich erhält Bishop eine Ausgleichszahlung von 175 Mio. Pfund, da er auf die Option verzichtet, BMI zu den vor Jahren vereinbarten Konditionen an Lufthansa zu verkaufen.

Die deutsche Fluggesellschaft hatte dafür rund 400 Millionen Euro zurückgelegt. Allerdings war BMI durch die Wirtschaftskrise und die steigenden Ölpreise in Bedrängnis geraten und fliegt hohe Verluste ein. Auch die begehrten Start- und Landerechte von BMI am gewöhnlich hochfrequentierten Londoner Flughafen Heathrow sind durch die geringere Nachfrage nach Flugreisen nun weniger wert.

Dadurch war zwischen Lufthansa und Bishop ein Streit über die Übernahme ausgebrochen, den der britische Unternehmer schliesslich vor Gericht brachte. Lufthansa hält bereits etwa 30 Prozent der BMI-Anteile, die restlichen 20 Prozent liegen beim Star-Alliance-Partner SAS, der sich nach Angaben eines Sprechers ebenfalls von seinen Aktien trennen will. Darüber gebe es weiterhin Gespräche mit Lufthansa.

Beide Übernahmen will Lufthansa nun in wenigen Tagen unter Dach und Fach bringen.

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