Chemische Industrie

Lonza mit Umsatz- und Gewinnrückgang im Halbjahr

Lonza mit Geschäftsrückgang

Lonza mit Geschäftsrückgang

Der Basler Pharmazulieferer Lonza hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen, was vor den Medien mit Sonderfaktoren erklärt wurde. Für das ganze 2009 erwartet man Zahlen wie 2008. Zukäufe sind geplant.

Mit einem Konzernumsatz von 1,329 Mrd. Fr. lag Lonza im ersten Semester 9,2 Prozent unter dem Vergleichssemester des Vorjahres. Der Reingewinn gab 55,8 Prozent nach und lag noch bei 118 Mio. Franken - wenn man einen Buchgewinn aus dem Polynt-Verkauf von 91 Mio. im 2008 ausklammert, betrug das Minus noch 32,9 Prozent.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT ging um 30,6 Prozent auf 163 Mio. Fr. zurück. Die Inbetriebnahme neuer Anlagen im ersten Halbjahr brachte höhere Abschreibungskosten, was das EBIT überproportional drückte. Die EBIT-Entwicklung sei jedoch etwas besser als budgetiert ausgefallen, hiess es weiter.

Die Semesterzahlen machen CEO Stefan Borgas nicht nervös: Alle Lonza-Geschäfte schrieben schwarze Zahlen, alle relevanten Märkte seien stabil, Lonza habe Marktanteile gewonnen und seine Finanzsituation verbessert. Der Personalbestand wurde um 5,8 Prozent erhöht. Für angestrebte Biotech-Übernahmen habe Lonza nun rund 1 Mrd. Fr. in der Kasse, so Borgas.

Lonza bemüht sich erfolgreich, von Einzelbestellaufträgen auf Langzeitverträge umzustellen. Manche Konkurrenten mit Problemen verlören Kunden an Lonza, freut sich der CEO. Auch die Pipeline sei recht voll. Und für einen Grossteil der Kapazitätserweiterungen seien bereits Kundenaufträge gebucht.

Die Anleger teilten Borgas' Optimismus indes nur bedingt. Die Lonza-Titel gehörten mit einem Minus von 6,6 Prozent zu den grössten Verlierern an der Schweizer Börse.

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