Pharmaindustrie

Lonza hat seit Jahresanfang schon 141 Stellen gestrichen

Blick aufs Lonza Firmengelände in Visp (Archiv)

Blick aufs Lonza Firmengelände in Visp (Archiv)

Das Konzern Lonza hat seit Anfang Jahr nach Angaben von Konzernchef Richard Ridinger 141 Stellen abgebaut. Der Abbau dürfte weitergehen, doch sollen am Standort Visp weniger Mitarbeiter entlassen werden als früher angekündigt.

Ursprünglich hiess es, dass ein Drittel von 400 Stellen in Visp, wo Wirkstoffe für Krebsmittel hergestellt werden, verschwinden würden. Entlassungen werde wahrscheinlich "deutlich" weniger geben, teilte Lonza am Donnerstag mit und bestätigte Angaben vom Januar. Ganz geschlossen werde hingegen voraussichtlich im Juni im irischen Swords, was 32 Mitarbeiter und 11 Temporärangestellte treffe.

Der Rotstift soll auch in der Verwaltung in Basel angesetzt werden, wo über 24 Monate hinweg 100 Stellen wegfallen sollen. Davon sind 60 bereits gestrichen worden.

Der Konzern zählte Anfang Jahr rund 10'800 Mitarbeiter. Wie viele es Ende Jahr sein würden, wollte Konzernchef Ridinger nicht voraussagen. Die Umstrukturierungen im Konzern seien nach wie vor im Gange. Die Lonza-Führung hatte früher gesagt, sie werde alle Teile des Konzerns auf den Prüfstand stellen.

Geschäftszahlen nennt Lonza im Zwischenbericht zum ersten Quartal wie üblich nicht. Das Unternehmen hält am Ziel fest, das Betriebsresultat um 10 Prozent zu steigern. 2012 hatte Lonza ein Resultat vor Zinsen und Steuern von 335 Mio. Franken erwirtschaftet. Die erste Jahreshälfte könnte sich schwächer als angenommen entwickeln, die zweite Hälfte dürfte hingegen stärker werden.

Während das Segment Spezialwirkstoffe ein "gutes" Ergebnis gezeigt habe, sei die Sparte Pharma und Biotech wie erwartet langsam gestartet. Strikte Kostenkontrollen und Prozessoptimierungen in der Organisation würden fortgeführt.

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