Das Unternehmen, das von einer Quecksilber-Affäre im Wallis betroffen ist, erachtet die Rückstellungen angesichts der derzeit vorliegenden Informationen zwar als ausreichend. Angesichts der schwierig abzuschätzenden Haftung sei aber nicht garantiert, dass keine zusätzliche Kosten anfallen.

Die ausgewiesenen Rückstellungen beziehen sich nicht nur auf Visp, sondern auch auf mögliche Umweltfälle der US-Tochter Lonza Inc. und auf Altlasten der übernommenen US-Firma Arch.

Anfang Jahr war bekannt geworden, dass beim Lonza-Stammwerk in Visp jahrzehntelang in der Produktion verwendetes Quecksilber ausgetreten war. Zwischen 1930 und 1973 seien schätzungsweise 50 Tonnen des Schwermetalls in den Grossgrundkanal in Richtung Raron VS geflossen, hiess es. Weitere 50 Tonnen gelangten in die Luft.

Eine Analyse hatte Ende 2013 ergeben, dass sich im Siedlungsgebiet Turtig in 10 von 36 Parzellen mehr als fünf Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Boden befinden. Auf diesen Parzellen dürfen private Gärten und Kinderspielplätze seither nicht mehr genutzt werden.

Bis Ende März sollen alle Parzellen im betroffenen Gebiet untersucht werden. Die Lonza hat die Untersuchungen vorfinanziert, allerdings ohne damit eine Schuld anzuerkennen. Wer die Sanierungen zahlt, ist noch unklar.

Lonza anerkennt im Jahresbericht "das Bedürfnis für eine schnelle und effiziente Sanierung des Siedlungsgebietes von Turtig". Bis Ende Jahr sollen auch weitere Gebiete untersucht werden.