Der Abbau in Visp ist Teil der Ende Oktober angekündigten Streichung von rund 450 Stellen. Lonza will die Fixkosten in dem Walliser Werk sowie in Basel in den nächsten 18 Monaten um rund 40 Mio. Fr. drücken. Die Abklärungen für den Standort Basel sind noch im Gang.

Da in Visp auch Mitarbeitende mit Kollektivarbeitsvertrag betroffen sein werden, will Lonza die so genannte Ausbildungsvereinbarung kündigen. Laut Gewerkschaft Syna ist in der erst vor einem Jahr unterschriebenen Vereinbarung festgehalten, dass es bis 2014 keine Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen geben werde.

Mit den Sparmassnahmen will Lonza-Chef Stefan Borgas den Standort Schweiz wettbewerbsfähig halten. Denn die globale Wirtschaftskrise und strukturelle Veränderungen in der Pharmaindustrie hätten den Kostendruck beschleunigt und verstärkt. Dazu kämen die Währungsentwicklung mit einem starken Franken und höhere Energie- und Transportkosten.

Lonza ist Weltmarktführer in der Produktion und Prozessbegleitung von pharmazeutischen Wirkstoffen, sowohl im chemischen als auch im biotechnologischen Bereich.

Bereits Ende Januar hatte Lonza insgesamt 250 Arbeitsplätze abgebaut. Darin enthalten sind die durch die Schliessung dreier Standorte in Nordamerika und Grossbritannien entfallenen 175 Stellen.

In Visp ist Lonza seit 1909 vertreten. Mit rund 3000 Angestellten ist das Werk das grösste Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens und zudem der einzige Standort, an dem die drei Geschäftssektoren, Life Science Ingredients, Exklusivsynthese und Biopharmazeutika, vertreten sind. Insgesamt beschäftigt der Lonza-Konzern rund 8400 Personen.