Luftverschmutzung

London will seine schwarzen Taxis umweltfreundlicher machen

Taxis in London stehen im Stau (Archivbild)

Taxis in London stehen im Stau (Archivbild)

Londons Stadtpräsident Boris Johnson setzt im Kampf gegen die schlechte Luft in seiner Stadt bei den bekannten schwarzen Taxis an. Von 2018 an sollen bei Neuzulassungen nur noch Fahrzeuge genehmigt werden, mit merklich geringerem Schadstoffaustoss.

Mehrere Hersteller erklärten bei einer Präsentation in London, die Anforderungen könnten teils bereits 2015 erfüllt werden.

Die mehr als 20'000 Londoner Taxis, derzeit fast ausschliesslich mit Dieselmotoren betrieben, sind nach Darstellung der Stadtverwaltung ein Grund dafür, dass Londons Luftverschmutzung im Europavergleich zu den gravierendsten gehört.

Die Messwerte für Stickstoffdioxid (NO2) überschreiten nach Darstellung von Umweltschutzorganisationen die vorgegebenen EU-Grenzwerte teils um 50 Prozent. Die Dieselmotoren seien eine "Achillesferse" der Londoner Taxis, sagte Stadtpräsident Johnson.

Unter anderem will der japanische Hersteller Nissan künftig ein Taxi auf Kleinbus-Basis anbieten, ähnlich dem bereits existierenden Mercedes-Taxi.

Der britische Hersteller Frazer-Nash testet gerade ein siebensitziges Hybrid-Fahrzeug mit zwei Elektro- und einem Benzinmotor - ganz im klassischen Londoner Taxi-Look des sogenannten Hackney-Carriage. Auch der klassische Hersteller London Taxis International will eine umweltfreundliche Variante auf den Markt bringen.

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