Die Preise der Stiftung Reinhardt von Graffenried wurden am Freitag im Stadttheater Bern vergeben. Über 700 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien wohnten der Preisverleihung bei.

In der Kategorie Print gewann Claude Ansermoz: Sein Artikel in den Zeitungen «24 heures» und «Tribune de Genève» über das Genfer Musée Rath, das eine gefälschte Giacometti-Skulptur ausgestellt hatte, sorgte in der Westschweiz für Wirbel.

Gewinnerin unter den Radiojournalisten ist Sabine Lüthy. Ihr Beitrag «C'est quoi, les Welsch?» für die Sendung Input auf DRS3 handelte vom Blick der Deutschschweizer auf die französischsprachige Schweiz.

Der Preisträger in der Kategorie TV rückte in der Sendung «Couleurs Locales» auf TSR 1 einen Mann ins Rampenlicht, der sonst bei wichtigen Anlässen stets im Hintergrund blieb. TV-Journalist Joël Boissard wurde für sein Porträt über Dominique Louis ausgezeichnet, der während der vergangenen 20 Jahre als Protokollchef der Stadt und des Kantons Genf unzählige Anlässe orchestriert hat.

In der Kategorie Online siegte Nina Fargahi mit ihrem Blog-Artikel «Mein Quartier, mein Zuhause». Die Online-Journalistin schreibt im «Blog aus dem Wyde-Quartier» im aargauischen Birr zum Thema Migration. Mit Text, Bild, Ton und Video gibt Fargahi auf «NZZ Online» Einblicke in das Leben verschiedenster Menschen.

Auszeichnungen für Fotografen

Ebenfalls verliehen wurde der Schweizer Preis für Pressefotografie «Swiss Press Photo». Diese Auszeichnung ging an Mark Henley. Er habe für die Sujets Wirtschaft und Banken, die als schlecht fotografierbar gelten, eine adäquate Optik gefunden, schreibt die Stiftung.

Bereits im Februar war bekannt geworden, dass der in Zürich geborene und seit langem in den USA lebende Fotograf Robert Frank den Swiss Press Photo Lifetime Achievement Award erhält. Frank wurde am Freitagabend ebenfalls geehrt.