Lohndumpinge

Lohndumping auf Ikea-Baustelle: Erste Firma muss nachzahlen

Arbeiter auf Ikea-Baustelle schufteten für Tiefstlöhne

Arbeiter auf Ikea-Baustelle schufteten für Tiefstlöhne

Weil sie vier Mitarbeitern für einen achttägigen Einsatz auf einer Ikea-Baustelle zu wenig Lohn zahlte, wurde die deutsche Firma RM Regalbau von der zuständigen Baustellenkontrollstelle zu einer Lohnnachzahlung verknurrt.

Das bestätigt Geschäftsführer Robin Marton gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Anfang September zahlte er den Betroffenen insgesamt 3000 Franken nach. Zudem musste er eine Konventionalstrafe und Kontrollgebühren von insgesamt 3250 Franken zahlen.

Die Mitarbeiter hatten im Frühling 2010 in einer Schweizer Ikea-Filiale ein Hochregallager ausgebaut. Statt des Mindestlohns von 35 Franken erhielten sie nur einen Stundenlohn von 19 Franken. Der Firma droht ausserdem eine Busse oder eine landesweit geltende Sperre.

Stundenlohn von 5 Franken

Mitte August reichte die Kontrollstelle beim zuständigen Arbeitsamt einen Sanktionsantrag ein. Gegen RM Regalbau läuft nun bereits ein zweites Verfahren wegen des Verdachts auf Lohndumping. Im Sommer war auf einer Baustelle von Ikea erneut Lohndrückerei festgestellt worden.

Ungarische Mitarbeiter gaben an, sie erhielten einen Stundenlohn von umgerechnet 5 Franken. Deutsche Mitarbeiter erhielten nach eigenen Angaben 9 Euro pro Stunde. Auch in diesen Fall war RM Regalbau verwickelt.

Weitere beteiligte Firmen müssen sich ebenfalls auf Geldzahlungen gefasst machen, weil sie 2010 und 2011 auf Ikea-Baustellen zuwenig Lohn zahlten. «Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Lohnnachforderungen und Sanktionsanträgen kommen», sagt der leitende Baustellenkontrolleur.

Meistgesehen

Artboard 1