Computerzubehör

Logitech rechnet fürs laufende Geschäftsjahr mit weniger Gewinn

Logitech rechnet mit weniger Gewinn

Logitech rechnet mit weniger Gewinn

Der schweizerisch-amerikanische Computerzubehörhersteller Logitech hat erneut seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Der Konzern rechnet neu mit einem Umsatz von 2,4 Mrd. Dollar. Ende Juli hatte Logitech noch einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar erwartet.

Markanter fällt die Anpassung der Prognose für das operative Ergebnis aus: Statt bisher 143 Mio. Dollar wird noch ein operativer Gewinn von 90 Mio. Dollar erwartet, wie Logitech am Donnerstag mitteilte.

Grund für die schlechteren Aussichten seien das momentane wirtschaftliche Umfeld und das derzeitige Produkteportfolio des Unternehmens, heisst es im Schreiben. Er sei enttäuscht, dass der Ausblick nicht besser ausfalle, lässt sich Logitech-Chef Guerrino De Luca zitieren. "Aber jetzt wissen wir genau, was geändert werden muss."

An Strategie festhalten

An der Gesamtstrategie des Konzerns will De Luca aber festhalten. Wie er der Finanznachrichtenagentur AWP gegenüber erklärte, will Logitech auch in Zukunft auf Audio- und Video-Geräte sowie Equipment für Video-Konferenzen setzen. Zusätzlich sieht er im Bereich des Zubehörs für Tabletcomputer und Smartphones gute Chancen.

Er selbst hat erst Ende Juli interimistisch die Führung des Konzerns übernommen, nachdem der vorherige Chef Gerald Quindlen abtreten musste. In den vorangegangenen Quartalen hatte das einstige schweizerisch-amerikanische Vorzeigeunternehmen durchgehend schwache Geschäftszahlen präsentiert.

Trends verschlafen

Die Ursachen dafür sind vielseitig: Zum einen bemängeln Marktkenner, dass Logitech den Trend mit den Tabletcomputern zuerst komplett verschlafen habe. Zum anderen sprechen selbst Verwaltungsratsmitglieder vom fehlenden Lifestyle-Faktor der Logitech-Produkte.

Anlass zu Hoffnung geben zwar die auf dem US-amerikanischen Markt lancierten Settop-Boxen für den Empfang von Google-TV. Fragezeichen bleibt dabei aber, ob sich dieses Grossprojekt auch so entwickeln wird, wie dies die Marktstrategen des Suchmaschinengiganten Google gern hätten. Zuletzt musste Logitech den Preis der Settop-Boxen von 299 auf 99 Dollar senken, da der erhoffte Absatzsturm ausgeblieben war.

Chef de Luca wollte am Donnerstag zum Geschäft mit den Settop-Boxen für Google TV keine Zahlen nennen. Die drastische Preissenkung für die Geräte sei jedoch der richtige Schritt gewesen, erklärte er.

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