Bauwirtschaft

Lösung im Dauerstreit von Laxey und Implenia in Sicht

Entspannung zwischen Laxey und Implenia zeichnet sich ab

Entspannung zwischen Laxey und Implenia zeichnet sich ab

Im jahrelangen Streit zwischen dem Baukonzern Implenia und seinem ungeliebten Mehrheitseigner Laxey zeichnet sich eine Lösung ab: Der britische Hedge-Fonds erwägt den Verkauf seines Aktienpakets.

Laxey habe die Credit Suisse beauftragt, für die Beteiligung "strategische Optionen" zu prüfen, bestätigte Laxey-Sprecher Sacha Wigdorovits eine Meldung des Internetportals "Cash.ch". "Es ist aber noch kein Entscheid gefallen."

Laxey befindet sich seit dem Einstieg im April 2007 im Dauerstreit mit der Führung des Unternehmens: Implenia ist nicht bereit, mehr als 4,9 Prozent der Laxey-Beteiligung ins Aktienregister einzutragen, obwohl der Hedge-Funds rund 51 Prozent an dem Baukonzern besitzt. Implenia würde sonst als ausländisch beherrschter Konzern gelten, so das Argument.

Der Konflikt geht aber noch viel weiter, denn das Management wirft der Investmentgesellschaft vor, die Beteiligung illegal aufgebaut zu haben. Diese Sichtweise hatte die damalige Eidg. Bankenkommission (EBK) im 2008 bestätigt. Laxey habe die börsenrechtliche Meldepflicht verletzt.

Der Entscheid wurde vom Bundesverwaltungsgericht gestützt, eine dagegen erhobene Beschwerde ist beim Bundesgericht aber noch hängig.

Implenia begrüsse die Verkaufsabsichten von Laxey, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Der Hedge-Fonds habe sich nicht mit dem Unternehmen abgesprochen. Implenia fordert Laxey seit langem auf, sich zurückzuziehen.

Ein allälliger Käufer müsse mit der Strategie von Implenia einverstanden sein, sagte der Sprecher. Wäre es ein ausländisches Unternehmen, gälte zudem wie bei Laxey die Stimmrechtsbeschränkung.

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