EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte am Rande: "Wir werden künftig das ganze Baltikum in der Eurozone haben." Spekulationen während der schweren Finanzkrise, wonach der Euro-Währungsclub zusammenbrechen könnte, hätten sich nicht bewahrheitet. "Dass die Eurozone wächst, zeigt ja auch, dass das Vertrauen in den Euro da ist", resümierte Österreichs Ressortchef Michael Spindelegger.

Die baltischen Nachbarn Lettland und Estland haben den Euro bereits eingeführt. Eine förmliche Entscheidung der EU für den Beitritt ist für den Juli geplant. Zuvor beraten die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel Ende Juni darüber - Probleme werden dabei aber nicht erwartet.

EU-Kommission und Europäische Zentralbank hatten Litauen mit knapp drei Millionen Einwohnern zu Monatsbeginn bescheinigt, Inflation, Defizit und Verschuldung im Griff zu haben. Vor sieben Jahren hatte Vilnius bereits einen Anlauf gemacht, war aber an leicht überhöhter Inflation gescheitert.