Die letzten IV-Revisionen seien reine Abbaumassnahmen gewesen und hätten nicht verhindern können, dass das Defizit der IV weiter gestiegen sei, sagte die Zürcher Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber (Grüne) vor den Medien in Bern. Nur mit der Zusatzfinanzierung sei die langfristige Sicherung der Leistungen möglich.

Wer etwas anderes behaupte, sei ein Lügner, zitierte EVP-Präsident Heiner Studer Bundesrat Pascal Couchepin. Studer betonte auch die Bedeutung der Vorlage für die AHV: Diese werde zwar einmalig belastet. Auf Dauer werde sie aber entlastet, weil die IV aus dem AHV-Fonds herausgelöst werden soll.

In den Augen des Komitees ist die Mehrwertsteuer-Erhöhung nicht nur nötig, sondern auch sozial tragbar: Sie belaufe sich im Durchschnitt auf monatliche 13,8 Franken pro Haushalt.

Neben den im Komitee "Ja zu einer soliden Invalidenversicherung" vertretenen SP, Grünen, EVP und CSP unterstützen auch die meisten bürgerlichen Parteien die Vorlage. Widerstand kommt von einem von der SVP angeführten rechtsbürgerlichen Nein-Komitee, das weitere Abbaumassnahmen, aber keine zusätzlichen Mittel für die IV will.