Der Jahresumsatz legt um 4,8 Prozent auf 4,088 Milliarden Franken zu. Ohne Unterstützung durch den stärkeren Euro wäre der Umsatz um 3,7 Prozent gewachsen. Im letzten Jahr war es noch um 6,8 Prozent nach oben gegangen. Mittel- und langfristig will Lindt & Sprüngli beim Umsatz zwischen 6 und 8 Prozent zuzulegen.

Mit den präsentierten Zahlen lag Lindt & Sprüngli unter den Analysten-Prognosen. Diese gingen gemäss der Finanznachrichtenagentur AWP von 4,1 Milliarden Franken Umsatz und einem sogenannten organischen Wachstum ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte von 4,2 Prozent aus.

Lindt & Sprüngli verzeichnete ein organisches Wachstum von 3,7 Prozent und ohne die US-Praliné-Tochter Russell Stover von 5,9 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab.

Europa und Rest der Welt wachsen stark

Stark gewachsen ist der Konzern in Europa, nämlich um 6,2 Prozent. Dies sei eine "hervorragende Leistung" in einem gesättigten Markt. Besonders positiv entwickelt habe sich Lindt in Grossbritannien und Deutschland. Auch die Schweiz, Frankreich und Italien zeigten positive Umsatzentwicklungen.

Das Segment Rest der Welt wachse überdurchschnittlich schnell, im vergangenen Jahr um 12,4 Prozent. Die Strategien in den dortigen Märkten sind unterschiedlich: In Japan etwa steht die Eröffnung neuer Geschäfte und Cafés im Vordergrund und in China liegt der Schwerpunkt auf dem Internethandel und dem Ausbau des Verteilnetzes.

Schwächen in den USA

Einen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent gab es in Nordamerika. Während Kanada ein zweistelliges Wachstum aufweist, kam es vor allem bei der US-Tochter Russell Stover zu weniger Verkäufen. Dies erklärte Lindt & Sprüngli mit einem schwächeren Gesamtmarkt, Schwierigkeiten von Handelspartnern und der Neuausrichtung des Sortiments.

Die US-Gesellschaften Lindt und Ghirardelli hatten einen leichten Zuwachs, wie es weiter hiess. Der Konzern sei aber im grössten Schokoladenmarkt der Welt weiterhin auf Kurs.

Das wachsende Ladennetz steuert mittlerweile eine halbe Milliarde Franken zum Gesamtumsatz bei. Im vergangenen Jahr sei es weltweit zu über 50 Neueröffnungen gekommen. Inzwischen zähle der Konzern über 410 Shops, die von rund 60 Millionen Personen besucht würden, hiess es.