Die Sozialpartner Syna und der Kaufmännische Verband zeigten sich in einer Mitteilung vom Mittwoch zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche mit Lidl Schweiz. Dank dieser Lohnvereinbarung werde ein Grossteil der Mitarbeitenden von einer Lohnerhöhung profitieren.

0,75 Prozent der Erhöhung der Lohnsumme werden für individuelle Erhöhungen eingesetzt. Im Weiteren wird die Zulage für die Funktion der Filialassistenz erhöht. Zudem gibt es Anpassungen in den Tariftabellen in den Kantonen Freiburg, Neuenburg, Jura, Solothurn, Tessin, Wallis und Waadt.

Die verbleibenden 0,25 Prozent werden für Beförderungen und Treueprämien zur Verfügung gestellt. Die Treueprämie in der Höhe von monatlich 200 Franken wird ab dem 25. Anstellungsmonat ausbezahlt.

Lidl Schweiz hat 2011 einen Gesamtarbeitsvertrag. Dieser legt unter anderem Mindestlöhne fest von 13 Monatslöhnen von 4100 Franken für ungelernte Mitarbeitende, 4200 Franken für 2-jährig und 4350 Franken für 3-jährig gelernte Mitarbeitende.

Mit der Lohnsummenerhöhung befindet sich Lidl Schweiz in guter Gesellschaft. Aldi Suisse erhöht die Löhne für 2018 um bis zu 1,0 Prozent, die Migros um 0,5 bis 0,9 Prozent und Coop um 1 Prozent.

Ende November hatte die Gewerkschaft Syna in einem Vergleich der Detailhändler ausgerechnet, dass Lidl mit 23,03 Franken pro Stunde den höchsten Gav-Mindestlohn bezahlt. Aldi zahlt mit 23,49 Franken pro Stunde zwar mehr, hat aber keinen Gav abgeschlossen, der die Löhne verbindlich macht.