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LGT Gruppe übernimmt Schweizer Niederlassung der Dresdner Bank

Prinz Max von und zu Liechtenstein

Prinz Max von und zu Liechtenstein

Die LGT Group des Liechtensteiner Fürstenhauses übernimmt den Schweizer Ableger der Dresdner Bank. Mit diesem Kauf zu einem ungenannten Preis verdoppelt die LGT auf einen Schlag ihre Präsenz in der Schweiz.

Neu wird die Schweizer Tochter der LGT über Kundenvermögen von fast 20 Mrd. Fr. verfügen, wie die Liechtensteiner Bank mitteilte. Sowohl die Dresdner Bank (Schweiz) als auch die LGT Bank (Schweiz) sind auf Anlageberatung und Vermögensverwaltung vorwiegend für vermögende Privatkunden spezialisiert.

"Mit dieser Akquisition verdoppeln wird unsere Vermögensbasis in der Schweiz und verstärken unser Standbein an diesem wichtigen Finanzplatz erheblich", wird LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein im Communiqué zitiert.

Die Dresdner Bank verfügt über Standorte in Zürich, Genf und Lugano, während die LGT in Basel, Bern, Luzern, Zürich, Genf, Lausanne und Lugano präsent ist sowie Repräsentanzen in Chur und Davos unterhält.

Der Abschluss des Kaufs, den die Finanzaufsichtsbehörden noch bewilligen müssen, wird im vierten Quartal erwartet.

Die Commerzbank stösst nach der Übernahme der Dresdner Bank Anfang des Jahres zahlreiche Beteiligungen ab. Die zweitgrösste deutsche Bank will sich künftig stärker auf ihr Kerngeschäft in Deutschland, die Mittelstandsfinanzierung und die Privatkunden konzentrieren.

Die Dresdner Bank in der Schweiz gehört aber nicht zu den Bereichen, von denen sich die Commerzbank nach den Auflagen der EU trennen muss. Erst Mitte Juni hatte das Institut nach dieser Vorgabe die niederländische Fondsverwaltungs-Tochter Dresdner VPV NV an das Management der Gesellschaft verkauft.

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