Asienreise

Leuthard pflegt Beziehung zu neuen Freihandelspartnern in Ostasien

Leuthard liess sich an der Universität von Tokio einen Roboter zeigen

Leuthard liess sich an der Universität von Tokio einen Roboter zeigen

Die Reise von Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard nach Japan und Südkorea hat das Fundament für eine engere Bindung mit den beiden Freihandelspartnern gelegt. Nun ist es an der Schweizer Wirtschaft, von den neuen Möglichkeiten im rasch wachsenden Ostasien-Markt zu profitieren.

Die Ausgangslage ist vielversprechend: Als erstes europäisches Land verfügt die Schweiz mit der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft seit September über ein Freihandelsabkommen - fast alle Zölle fallen damit weg, und es gelten klare Regeln, die Investitionen und geistiges Eigentum schützen sowie den freien Wettbewerb sichern.

Um für das neue Abkommen zu werben, besuchte Bundesrätin Doris Leuthard vergangene Woche mit zwei Dutzend Wirtschaftsvertretern Japan. Auf dem Programm standen von Montag bis Donnerstag zahlreiche Gespräche mit Wirtschaftsverbänden und der Regierung.

Der Effort habe sich gelohnt, sagte die Bundesrätin der Nachrichtenagentur SDA in Seoul. Die Manager und Unternehmer hätten Gelegenheit gehabt, Kontakte zu knüpfen - nun liege es aber an ihnen, etwas daraus zu machen.

Auch Gerold Bührer, Präsident des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, sprach von einer erfolgreichen Reise. Grundsätzlich sei Japan aber "für Schweizer Unternehmen ein schwieriger Markt mit einer hohen Eintrittsschwelle". Dennoch haben die jährlichen Exporte schon heute einen Wert von über 7 Mrd. Franken, es ist der wichtigste Schweizer Exportmarkt in Asien.

Die Zeit in Ostasien reichte für Besuche von verschiedenen Firmen und einer Universität. So durfte die Bundesrätin in Tokios Strassen das erste Elektroauto des Herstellers Mitsubishi testen.

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