Gekauft wird das Auto vom ebenfalls in Aulnay ansässigen Citroën-Museum. Bis zur endgültigen Schliessung des Werks im kommenden Jahr - der genaue Termin ist noch nicht bekannt - werden dort nur noch Einzelteile gefertigt. Aulnay ist die erste Autofabrik seit 20 Jahren, die in Frankreich geschlossen wird.

PSA Peugeot Citroën hatte im Juli 2012 bekanntgegeben, das 1973 eröffnete Werk aufzugeben. Der kriselnde Autobauer hat einen harten Sparplan aufgelegt und will bis Mai 2014 insgesamt 11'200 Stellen streichen.

Zwischen Januar und Mai dieses Jahres legte ein Streik das Werk in Aulnay nordöstlich von Paris lahm. Seitdem liefen nur vereinzelt Autos vom Band. In Hochzeiten wurden in der Fabrik bis zu 700 Autos am Tag produziert.

Grossteil hat eine Lösung

Nach Angaben von PSA wurde für die grosse Mehrheit der Arbeiter in Aulnay - 2700 von 3000 - eine Lösung gefunden. Sie wurden in ein anderes PSA-Werk versetzt oder sollen noch versetzt werden, fanden einen neuen Arbeitgeber oder wurden frühpensioniert. Die Arbeiter, mit denen keine einvernehmliche Lösung gefunden wird, könnten ab dem 1. April gekündigt werden.

PSA Peugeot Citroën leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der Konzern nach wie vor den Grossteil seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften.

Am Donnerstag unterzeichnete PSA mit vier Gewerkschaften einen Pakt für mehr Wettbewerbsfähigkeit. So werden im kommenden Jahr die Gehälter allgemein eingefroren. Auch sagen die Arbeiter mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten zu.

Im Gegenzug soll mit Ausnahme von Aulnay-sous-Bois bis 2016 kein Werk in Frankreich geschlossen werden. Auch soll die Zahl der in Frankreich produzierten Fahrzeuge erhöht werden. Eine ähnliche Vereinbarung hatte im Frühjahr bereits der französische PSA-Konkurrent Renault mit seinen Arbeitern geschlossen.