Roland Brogli

Landammann Brogli empört über die UBS-Boni

Boni trotz Milliardenverlust - das bleibt erklärungsbedürftig. Auch Landammann Roland Brogli verurteilt den geplanten Geldsegen für die UBS-Manager.

Landammann Roland Brogli fordert eine klare Regelung der Vergütungsausschüsse. Er plädiert auch für entsprechende Vorstösse auf Bundesebene. Im Klartext plädiert der für ein Bonus-Malus-System. Brogli nimmt auf Anfrage von a-z.ch wie folgt Stellung: "Ich bin der Meinung, dass es für die Handhabung der Boni eine Regelung (Bonus-Malus) braucht, weil der Markt hier zu wenig spielt. Diese Regelung muss sich auf internationale Standards abstützen, denn nur so kann sie wirklich greifen. Es ist die Aufgabe der nationalen Politik, eine solche Regelung zu bewirken."

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die UBS laut «SonntagsZeitung» ursprünglich Boni in Höhe von insgesamt 4 Milliarden Franken ausschütten wollen. Im Verlauf der Gespräche mit der Finma seien dann aber die Ansprüche gestutzt worden. Die Finma wollte am Wochenende nicht bestätigen, dass ihre Zielgrüsse bei 3 Milliarden Franken liege.

Das Jahr 2008 war - gemessen am Konzernverlust von netto knapp 21 Milliarden Franken - für die UBS zu einem «annus horribilis» geworden. Damals wurden Bonuszahlungen von 2 Milliarden Franken gewährt.

(cls)

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