Der Ausblick für das Gesamtjahr 2018 wird leicht angepasst, wobei ein etwas stärkeres Wachstum erwartet wird und beim EBITDA eine Spanne nach unten geöffnet wird.

Der Umsatz wuchs um 2,6 Prozent auf 7,36 Milliarden Franken. Auf vergleichbarer Basis (like for like) betrug das Plus 5,8 Prozent, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilte. Neben der Nachfragebelebung sei die Entwicklung durch höhere Verkaufspreise getrieben worden.

Der wiederkehrende EBITDA stieg gegenüber den Vergleichszahlen um 5,2 Prozent (vergl. +8,1%) auf 1,87 Milliarden. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Umsatz erreicht, beim Wachstum auf vergleichbarer Basis und beim Betriebsgewinn aber übertroffen.

CEO: Strategie zeigt Wirkung

"Unsere Strategie beginnt Wirkung zu zeigen und wir konnten in diesem Jahr zum ersten Mal so gute Zahlen vorlegen", sagte CEO Jan Jenisch an einer Telefonkonferenz. Der EBITDA sei trotz der starken Kosteninflation gestiegen, und zwar stärker als der Umsatz.

Zwar seien die Kosten für Energie, Logistik und auch Verpackung deutlich gestiegen. Dem habe man aber mit der Preisgestaltung und Einsparungen begegnen können, sagte Jenisch. Bei Zement etwa habe man die Preise im Durchschnitt um 1 Prozent angehoben, bei den Zuschlagstoffen um rund 3 Prozent.

Bei der Strategie 2022 unter dem Motto "Building for Growth" verweist das Unternehmen auf die erzielten Fortschritte. So wurden vier Ergänzungsakquisitionen getätigt und ein neues Betriebsmodell eingeführt, basierend auf einer Corporate-Light-Struktur und vereinfachten Berichtslinien.

Und das Programm zur Senkung der Vertriebsgemeinkosten werde schneller als erwartet umgesetzt und habe bereits erste Ergebnisse geliefert. Darunter fallen etwa die Schliessungen der Standorte Miami und Singapur sowie der Konzernbüros in Paris und Zürich.

Markttrends dürften sich fortsetzen

Die positive Dynamik soll auch im vierten Quartal anhalten. Als zugrundeliegende Markttrends verweist das Unternehmen auf anhaltendes Wachstum in Nordamerika, starke Märkte in Europa und weiterhin steigende Nachfrage in Asien/Ozeanien. In Lateinamerika wird eine geringere Zementnachfrage erwartet und in der Region Naher Osten, Afrika sei das Umfeld herausfordernd, stabilisiere sich jedoch.

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird angepasst. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum des Nettoverkaufsertrags von 4 bis 6 Prozent auf vergleichbarer Basis erwartet (zuvor 3-5%). Die Guidance zum Wachstum des wiederkehrenden EBITDA wird für 2018 auf 3 bis 5 Prozent auf vergleichbarer Basis angepasst (zuvor 5%).