Seit gestern gilt im Bergdietiker Unternehmen Soudronic Kurzarbeit, dies bestätigte die Personalverantwortliche Brenda Haas. Bereits Mitte Februar hatte man beim Hersteller von Produktionsanlagen für Verpackungsmaterial gesagt, dass man sich «Gedanken in diese Richtung» mache.

Rund 120 Mitarbeitende seien von dieser Massnahme betroffen, so Haas. Während dreier Monate arbeiteten die betroffenen Angestellten in einem Pensum von 60 Prozent, die restlichen 40 Prozent würden als Kurzarbeit gelten und von der Arbeitslosenversicherung (ALV) abgegolten.

Betroffen seien vor allem die Konstruktion und Entwicklung, Produktion, Montage und Teile der Spedition, so Haas. «Bei einem verkaufsorientierten Unternehmen wie der Soudronic muss bei einem Auftragsrückgang der internationale Markt noch intensiver bearbeitet werden, was bedeutet, dass es keine Kurzarbeit im Bereich Marketing und Sales gibt», erklärt sie.

Vorerst meldete Soudronic vom 1. April bis zum 30. Juni Kurzarbeit an. Im August soll im Hinblick auf September eine Neubeurteilung der Lage vorgenommen werden. Aufgrund des im vergangenen November vorgenommen Personalabbaus und wegen personeller Strukturanpassungen im März hofft Soudronic, so die schwierige Wirtschaftslage zu meistern. Das obere Management verzichtet aus Solidarität auf acht Prozent seines Gehalts - den Prozentsatz an Lohneinbusse, den auch die Kurzarbeiter trifft.

Bereits im Februar hatte das Schlieremer Unternehmen Schlatter angekündigt, per Anfang Mai Kurzarbeit zu beantragen. Die Personalverantwortliche, Sonja Steiner, kann zurzeit noch keine Angaben zu Umfang und Dauer der Kurzarbeit machen. «Aufgrund der langen Vorlaufzeit, die es bei unseren Aufträgen braucht, dürfte es sich aber um mehrere Monate handeln», stellte Steiner in Aussicht. In rund zwei Wochen könne sie die Belegschaft über die Details informieren.