Luftfahrt

Kurz vor dem Aus: Schweizer Airline Skywork offenbar doch noch gerettet

Die Berner Fluggesellschaft Skywork ist pleite.

Die Berner Fluggesellschaft Skywork ist pleite.

Am Wochenende versuchte Skywork-CEO Martin Inäbnit das Ende der Berner Airline zu verhindern. Am Dienstag will die Schweizer Airline die erforderlichen Unterlagen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt einreichen. Und hofft darauf, dass der Flugbetrieb ab Mittwoch wieder aufgenommen werden kann. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern.

Die Berner Airline Skywork stand am finanziellen Abgrund. Nun naht anscheinend doch noch Rettung: Am Dienstag will CEO Martin Inäbnit beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) den geforderten Finanzierungsnachweis einreichen. Dies ist aus Kreisen zu vernehmen, die der Airline nahe stehen. Der Flugbetrieb soll ab Mittwoch wieder anlaufen. Vorausgesetzt, das Bazl erteilt Skywork die Betriebsbewilligung.

Der Flugbetrieb solle danach normal weitergeführt werden, ein Sparprogramm gäbe es nicht. Zudem würden auch die geplanten Expansionspläne vorangetrieben. 

Dabei stand der Niedergang kurz bevor. Vergangenen Samstag informierte Skywork darüber, dass am Sonntag keine Flüge durchgeführt werden. Grund dafür war ein Entscheid des Bazl, Skywork Mitte Oktober die Flugerlaubnis wegen des fehlenden Finanzierungsnachweises auf Ende Oktober zu verweigern. Auch am Montag blieben die Flugzeuge von Skywork am Boden. Hinter den Kulissen hatte die Firma noch in der Zeit versucht, einen Geldgeber aufzutreiben. Dieser scheint nun gefunden zu sein. 

Bis vergangenen Samstag flog Skywork 17 Destinationen an. In einem Statement schrieb CEO Martin Inäbnit am Samstag, dass die Airline bis Ende Oktober diesen Jahres 140 000 Passagiere transportiert habe. Dies sei 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2016. Zudem habe man für das kommende Jahr volldotierte Charter-Verträge. 2013 machte Skywork 23 Millionen Franken Verlust, 2014 und 2015 wurde ein kleiner Bruttogewinn erzielt. Nach einer gescheiterten ersten Expansion wurde die Airline in den letzten Jahren einer Sparkur unterzogen.

Seit Martin Inäbnit 2014 als CEO von Skywork übernahm, hat er die Personalkosten mehr als eine Million Franken gesenkt. Die finanziellen Schwierigkeiten blieben jedoch bestehen. So habe das Bazl seit geraumer Zeit die Aufsicht über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Skywork verstärkt, hiess es kürzlich vonseiten des Bazl.

Inäbnit will Skywork mit einer Expansionsstrategie neu aufstellen. So strebt er 200 000 Fluggäste pro Jahr an. Zudem fliegt Skywork nicht mehr nur vom Heimatflughafen Bern-Belp ab, sondern etwa auch von Basel. Geplant ist ebenfalls der Kauf grösserer Flugzeugen, um konkurrenzfähiger zu werden.

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