Schweinegrippe

Kurssprung bei Cytos-Aktien nach Zeitungsartikel

Hier wird nicht mehr geforscht: Cytos reduziert seine operative Tätigkeit

Hier wird nicht mehr geforscht: Cytos reduziert seine operative Tätigkeit

Die Aktien der Impfstofffirma Cytos sind um 15,1 Prozent auf 17.95 Franken hoch geschossen. Die Anleger reagierten auf einen Artikel der «NZZ am Sonntag», wonach Cytos einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe sehr schnell und in hohen Mengen herstellen könnte.

Gemäss dem Artikel zeigte der mit der neuen Produktionsmethode entwickelte und bisher an Mäusen getestete Impfstoff eine "ausgezeichnete" Wirkung. CEO Wolfgang Renner schätzt, dass mit der Technologie "ohne den Aufbau riesiger Produktionsstätten in drei Monaten eine Milliarde Impfdosen" hergestellt werden können.

Die zur Weiterentwicklung bis zur Zulassungsreife erforderlichen finanziellen Mittel von rund 100 Mio. Fr. könne Cytos aber nicht selbst aufbringen, sagte Renner gegenüber der Zeitung.

Mit der von Cytos entwickelten Herstellungsmethode werde ein neuer Weg beschritten. Dabei werde nicht das ganze Virus nachgebildet, sondern würden nur einige Peptide verändert.

Die Firma, die auf dem Gebiet der therapeutischen Impfstoffe forscht, hat noch kein Produkt auf dem Markt. Nach einem herben Rückschlag mit ihrem Hoffnungsträger, einem Impfstoff gegen Bluthochdruck, im März hatte Cytos die Entlassung von fast der Hälfte des Personals angekündigt.

Die Aktien brachen bis auf 10.05 Franken ein und sind seither immer wieder spekulativ gesucht worden. Nach dem Halbjahresbericht am vergangenen Donnerstag setzten die Aktien zu einem Höhenflug an. Cytos verbrauchte pro Monat weniger Geld als prognostiziert.

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