"Das Jahr 2011 war schwierig", sagte Gianni Moccetti, Verkaufschef bei Kuoni Schweiz, am Donnerstag vor den Medien in Genf. Das Unternehmen habe 5 Prozent der Kunden verloren, hauptsächlich wegen des starken Frankens und der Konkurrenz aus dem Ausland.

Auch der Umsatz ging zurück. In den ersten neun Monaten 2011 erwirtschaftete das Unternehmen in der Schweiz noch 541 Mio. Fr. Ertrag, das sind 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

«Wenn wir uns nicht anpassen, sterben wir»

2012 will Kuoni die Kunden, die ihre Ferien vergangenes Jahr bei ausländischen Anbietern buchten, zurückgewinnen. "Wenn wir uns nicht anpassen, sterben wir", sagte Markus Wyler, Leiter des Internethandels bei Kuoni.

Zugute kommt Kuoni, dass das Unternehmen Verträge abgeschlossen hat, als der Wechselkurs des Euro noch unter 1,20 Franken lag. Dadurch liegen die Preise teilweise deutlich tiefer als im vergangenen Jahr.

Auch bei den Online-Buchungen will Kuoni konkurrenzfähiger sein. Auf der Webseite von Helvetic Tours werden die Reisen auf täglicher Basis zusammengestellt werden. Damit soll der Kunde immer den günstigsten verfügbaren Preis angeboten bekommen.

Wyler wies auf das Potenzial des Geschäfts im Internet hin. Im vergangenen Jahr seien 85 Prozent der Online-Buchungen für Badeferien über ausländische Anbieter erfolgt und lediglich 15 Prozent über Schweizer Firmen.