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Kuoni Schweiz führt wegen des Buchungsrückgangs Kurzarbeit ein

Für Kuoni-Mitarbeiter heissts ab jetzt: Kurzarbeit.

Kuoni

Für Kuoni-Mitarbeiter heissts ab jetzt: Kurzarbeit.

Der Reisekonzern Kuoni führt wegen des Buchungsrückgangs in seiner Schweizer Geschäftseinheit auf Anfang September Kurzarbeit ein. Betroffen ist nicht nur der Hauptsitz in Zürich, auch bei den Reisebüros in der ganzen Schweiz wird die Arbeitszeit reduziert.

Insgesamt beschäftigt Kuoni 1500 Personen in seiner Schweizer Geschäftseinheit, wie Konzernsprecher Peter Brun am Mittwoch zu einer Medienmitteilung auf Anfrage sagte. Allerdings werden nicht alle diese Angestellten von der Kurzarbeit betroffen sein.

"Eine genaue Zahl können wir nicht nennen, da wir noch auf die Bewilligungen mehrerer Kantone warten", sagte Brun. Die Gesuche auf Kurzarbeit sind kantonal geregelt und müssen beim jeweiligen Amt für Wirtschaft eingereicht werden.

Die Arbeitszeitreduktion variiert je nach Abteilung und Funktion und gilt zunächst auf unbestimmte Zeit. So dürfte in Ressorts wie Marketing oder Buchhaltung demnächst weniger gearbeitet werden. Betroffen sind auch die Tochtergesellschaften der Kuoni Schweiz, etwa spezialisierte Reiseanbieter, die aber als eigenständige Gesellschaften auftreten.

Nicht betroffen sind dagegen die Angestellten im Personalwesen, die angesichts der grossen Zahl an Gesuchen für die Kurzarbeit alle Hände voll zu tun haben, wie Brun ausführte. Weiter dürfen auch Kadermitglieder keine Kurzarbeit leisten.

Am vergangenen Donnerstag hatte Kuoni sein Halbjahresergebnis vorgestellt. Demnach könnte die Schweinegrippe den Reisekonzern 2009 das Geschäft vermasseln.

Bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres hat die Pandemie einzelne Spuren im Ergebnis des Reisekonzerns hinterlassen. Der Halbjahresverlust von 51 Mio. Franken war aber vor allem eine Folge der Rezession.

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