Nicht aus Davos, wo diese Woche das WEF stattfindet, sondern aus Lenzburg kommt eine brisante Forderung, die bald Bundesrat und Nationalbank beschäftigen dürfte: Marianne Wildi, ausgebildete Programmiererin und CEO der für ihre Digitalstrategie bekannt gewordenen Hypothekarbank Lenzburg, sagt: «Die Schweiz ist Vorreiterin in der Blockchain-Technologie. Sie sollte einen Krypto-Franken einführen und hier vorangehen.»

Im «Montagsinterview» erklärt sie die Idee: «Der Krypto-Franken wäre eine Währung wie Bitcoin, hinter der aber die Schweizerische Nationalbank stehen würde. Diese müsste den Krypto- Franken herausgeben – so wie heute Bargeld, aber eben rein elektronisch.»

Durchaus realistisch

Dass Wildi, Chefin über eine Regionalbank mit einer Bilanzsumme von 5 Milliarden Franken, mit ihrem Vorschlag kein Luftschloss baut, zeigt die Tatsache, dass die Nationalbanken Schwedens und Grossbritanniens bereits Pläne für eigene Krypto-Währungen verfolgen. Die Schweiz ist bislang passiv geblieben. Wildi hat das Thema aber bereits mit Bundesrätin Doris Leuthard diskutiert, die ihr versichert hat, es mit Nationalbankchef Thomas Jordan zu besprechen.

Das ganze Interview mit Marianne Wildi lesen Sie hier.