Der Rückgang um 3 auf 106,9 Punkte war deutlich stärker als erwartet. Spekulationen um einen Ausstieg Griechenlands aus der Währungsgemeinschaft und die deutsch-französischen Dissonanzen in der Europapolitik sorgten für eine nachhaltige Eintrübung.

Der Stimmungseinbruch war so stark wie seit dem Sommer 2011 nicht mehr, als Spanien und Italien ins Visier der Märkte geraten waren. Nach dem robusten Wachstum zu Jahresbeginn droht der deutschen Wirtschaft nun eine merkliche Abkühlung.

Die Industrie des wichtigsten Schweizer Handelspartners schrumpfte im Mai so stark wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 1,2 auf 45,0 Punkte, teilte das Markit-Institut nach einer Umfrage unter Hunderten Unternehmen mit.

Deutschland war Anfang des Jahres seinem Ruf als Konjunkturlokomotive noch gerecht geworden: Trotz sinkender Investitionen in Maschinen und Gebäude wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal kräftig. Boomende Exporte und kauffreudige Konsumenten führten zu einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts im Zeitraum von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal.