Wirtschaft

Konjunkturexperten des KOF senken ihre Prognosen für 2020 deutlich

Die Konjunkturexperten des KOF senken ihre Prognosen für 2020. (Symbolbild)

Die Konjunkturexperten des KOF senken ihre Prognosen für 2020. (Symbolbild)

Experten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) revidieren ihre Prognosen hinsichtlich der Wirtschaftsleistung deutlich nach unten. Sie erwarten einen Rückgang des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,2 Prozent.

(dpo) Die vom KOF befragten Experten gingen letzten Dezember noch von einem Anstieg des BIP um 1,3 Prozent aus. Nun ist ihre Bewertung deutlich pessimistischer. Für das Jahr 2020 erwarten die Ökonomen eine Abnahme des BIP um 0,2 Prozent, wie das KOF in einer Mitteilung bekannt gab.

Ihre Einschätzung zur Entwicklung des Arbeitsmarktes haben die Experten seit der letzten Befragung hingegen trotz Corona-Krise kaum revidiert. Für dieses Jahr erwarten sie eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent und für das kommende Jahr eine nur leicht höhere Quote von 2,8 Prozent.

Mittelfristig rechnet das KOF wieder mit einer Entspannung und erwartet für das Jahr 2021 einen Anstieg des BIP von 1,3 Prozent. Langfristig gehen sie von einem Zuwachs des BIP von 1,4 Prozent aus, was leicht tiefer ist als bei der Dezember-Befragung (1,5 Prozent).

Insolvenzen im Detailhandel und Hotelmarkt

In der am Dienstag publizierten Ausgabe der Quartalspublikation «Monitor Schweiz» gehen die Ökonomen der Credit Suisse auch von einem Wirtschaftsabschwung aus. Eine Rezession in der Schweiz scheine laut Bericht «kaum vermeidbar». Vor allem die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie die Uhren-Branchen seien von der Abschwächung betroffen.

Darüber hinaus erwartet die Credit Suisse Rückschläge bei den Gewerbeflächen. Insbesondere im stationären Detailhandel und im Hotelmarkt sei mit einer Reihe von Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und Gesundschrumpfungen zu rechnen.

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