Konjunktur

Konjunkturauguren erwarten allesamt Wachstumsabschwächung

Die UBS senkt die Konjunkturprognose (Symbolbild)

Die UBS senkt die Konjunkturprognose (Symbolbild)

Die globale Konjunkturabschwächung und die Frankenstärke veranlassen Wirtschaftsexperten zur Korrektur ihrer Wachstumsprognosen. So setzten die Ökonomen der UBS ihre Wachstumserwartung für die Schweizer Wirtschaft im Jahr 2012 von 2,2 auf 1,3 Prozent herab.

Wie die UBS rechnen auch die regelmässig von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) befragte Experten durchschnittlich nur noch mit einem Plus von 1,3 Prozent. Vor drei Monaten gingen sie fürs Jahr 2012 noch von einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,9 Prozent aus.

Ähnlich die Prognosen fürs laufende Jahr: Wie aus dem so genannten KOF Consensus hervorgeht, wird die Schweizer Wirtschaft in den Augen der zwanzig befragten Experten statt 2,2 Prozent heuer nur noch 1,9 Prozent wachsen. Auch die UBS senkte ihre Wachstumsprognose fürs 2011, und zwar von 2,7 Prozent auf 2,0 Prozent.

Die beiden Prognosen gehen damit weitgehend einher mit den Konjunkturauguren, die tags zuvor ihre Erwartungen präsentierten. Keine Einigkeit gibt's aber über das Ausmass der Wachstumsabschwächung. So rechnet das Forschungsinstitut Bakbasel im 2012 nur noch mit 0,8 Prozent Wachstum. Die Ökonomen der Credit Suisse dagegen sind bedeutend zuversichtlicher und rechnen immerhin noch mit einem Plus von 2,0 Prozent.

Trotz der Prognoserevision zeigen sich die Ökonomen der UBS weiterhin optimistisch. Die Schweizer Wirtschaft entwickle sich seit einigen Jahren besser als die Wirtschaft in vielen anderen westlichen Industrieländern, hiess es in einer Mitteilung. Gründe dafür seien die Einwanderung durch die Personenfreizügigkeit sowie die soliden Bilanzen der Haushalte, Unternehmen und der öffentlichen Hand.

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