«Topkandidatin»
Klares Dementi: Antoinette Hunziker-Ebneter wird nicht Raiffeisen-Präsidentin

Beat Schmid
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Antoinette Hunziker-Ebneter ist Verwaltungsratspräsidentin der Berner Kantonalbank.

Antoinette Hunziker-Ebneter ist Verwaltungsratspräsidentin der Berner Kantonalbank.

SEVERIN BIGLER

Sie sei die «Topkandidatin» fürs Präsidium bei Raiffeisen Schweiz, schrieb der «Blick» am Montag in einem grösseren Beitrag. «Die weibliche Form sei in den vergangenen Tagen im Verwaltungsrat häufig zu hören gewesen -- das liege an Antoinette Hunziker-Ebneter (58)», mutmasste das Boulevard-Blatt und berief sich auf Bankinsider.

Dementi folgt auf dem Fuss

Doch Frau Hunziker ist keine Kandidatin. Auf Anfrage teilt das Generalsekretariat der Berner Kantonalbank (BEKB) mit: «Frau Hunziker-Ebneter bleibt Präsidentin des Verwaltungsrates der BEKB.» Und «nein», sie sei keine Kandidatin für das Präsidium bei Raiffeisen. In den letzten Wochen tauchte ihr Name oft in den Medien auf. Die frühere Börsenchefin bringe die nötige Erfahrung und die Glaubwürdigkeit mit, die wegen des Vincenz-Skandals angeschlagene Bank wieder auf Vordermann zu bringen, hiess es.

Dabei ging vergessen, dass ein fliegender Wechsel von der Spitze der börsenkotierten BEKB zu Raiffeisen nur sehr schwer vermittelbar wäre – zumal Hunziker erst seit 2015 Verwaltungsratspräsidentin der Bank ist. Zudem wäre ein abrupter Wechsel nur sehr schwer mit Hunzikers Anspruch vereinbar, besonderen Wert auf Nachhaltigkeit zu legen. Auch hätte sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters die Bank ohnehin nicht mehr lange führen können.

Mit Hunzikers Verzicht wird die Zahl möglicher Kandidaten immer kleiner. Bereits öffentlich abgesagt hat der frühere SIX-Chef Urs Rüegsegger. Möglich ist, dass Raiffeisen nun auf einen erfahrenen Übergangspräsidenten setzen muss, dessen wichtigster Job die Suche eine neues CEO sein wird.

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