Balteschwiler AG

Klares Bekennen zu Laufenburg

Läuft alles nach Plan, ist das lange brachliegende Kera-Areal in Laufenburg bald wieder vollumfänglich genutzt. Die Balteschwiler AG will in diesem Gebiet ihre Produktionsabläufe mit Neubauten optimieren.

Susanne Hörth

Vor über 200 Jahren, genauer 1791, hat der Brückenbauer Blasius Baldischwiler die Firma Balteschwiler in der Nähe von Laufenburg gegründet. Längst hat sich das Unternehmen vom Brückenbau und Sägewerk zu einem der schweizweit führenden Hobelwerk- und Holzhandelsbetrieb entwickelt. Zurzeit arbeiten am Standort in Laufenburg 115 Mitarbeiter.

Um an vorderster Front weiter aktiv mitzuwirken, ist die Firma nach wie vor mit innovativen Zukunftsplanungen gefordert. Einem Anspruch, dem die Geschäftsverantwortlichen aktuell ein weiteres Mal nachkommen. Bereits in den Jahren 2001 und 2005 hat die Firma je eine grosse Landfläche der ehemaligen Kera-Werke AG in Laufenburg erworben. Mit diesen Landkäufen wurden bereits erste Weichen für eine Optimierung der Produktionsabläufe gestellt. Um das Vorhaben realisieren zu können, braucht die Balteschwiler AG noch mehr zusammenhängendes Land. Anschliessend an die beiden firmeneigenen Grundstücke befinden sich eine weitere, mit alten Kera-Hallen bebaute Industriebrache von rund 12 000 Quadratmetern sowie eine zirka 7000 Quadratmeter grosse Aufschüttung. Dieses Land gehört der Stadt Laufenburg. Die Firma Balteschwiler ist nun mit dem Vorschlag eines Landabtausches an die Behörde herangetreten. Im Zuge des Tausches würde die Gemeinde die bereits heute von der Balteschwiler genutzte Gewerbeparzelle im Gebiet Blauen erhalten.

Mehrstufenplan

Wie Jörg Langheim, Geschäftsführer der Balteschwiler AG, auf Anfrage mitteilt, soll nach Zustandekommen des Landabtausches in einem ersten Schritt die Spedition in die noch zu erstellenden Neubauten ausgelagert werden. Damit werde unter anderem auch die gesamte Verkehrssituation auf der Kaisterstrasse verbessert. Heute rangieren hier Lastwagen und Stapler rund um den Holzhandelsbetrieb. Der Mehrstufenplan sieht vor, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch die Produktion und noch später die Ausstellungs- und Büroräumlichkeiten am neuen Standort untergebracht werden. Diese Neukonzeptionierung auf dem Kera-Areal mit der Umsetzung in Teilschritten ist bereits erarbeitet und dem Gemeinderat mit einer Absichtserklärung vorgestellt worden. Stadtammann Rudolf Lüscher zeigt sich sehr erfreut über die Zukunftsplanung der Balteschwiler AG. «Es ist auch ein klares Bekenntnis zum Standort Laufenburg», erklärt er. Zurzeit laufen die Verhandlungen über die Tauschbedingungen. Eine Schätzung der Parzellen ist bei einem neutralen Fachmann in Auftrag gegeben. Die Bevölkerung wird über den weiteren Ablauf des Projektes, zum Beispiel durch eine Infoveranstaltung, auf dem Laufenden gehalten. An der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember wird der «Landabtausch» den Stimmberechtigten zur Genehmigung unterbreitet.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1