LinkedIn konnte damit stärker zulegen als der Kurznachrichtendienst Twitter in der gleichen Zeit, kam aber nicht an das Mitgliederwachstum bei Facebook heran. LinkedIn ist anders als Facebook auf Geschäftskontakte ausgerichtet. Sein Geld verdient das Unternehmen unter anderem mit Gebühren für Premium-Mitgliedschaften und der Personalsuche für Firmen.

Im Schlussquartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 447 Millionen Dollar. Der Gewinn drittelte sich jedoch angesichts gestiegener Kosten auf knapp 4 Millionen Dollar.

Enttäuschend für die Anleger war jedoch der Ausblick, der ihrer Meinung nach zu schwach ausfiel. Die LinkedIn-Aktie - einer der Stars unter den Internetwerten - büsste nachbörslich 8 Prozent ein.

Übernahme angekündigt

Um sein Wachstum anzukurbeln, kündigte LinkedIn die Übernahme des Stellensuchdienstes Bright für 120 Millionen Dollar an. Die grösste Herausforderung für LinkedIn aber besteht darin, das Geschäft mit der steigenden Zahl von Smartphone- und Tablet-Nutzern voranzubringen. Facebook hat dies kürzlich vorgemacht.

Das US-Unternehmen schaffte den Durchbruch bei der Werbung auf mobilen Geräten: Im Schlussquartal 2013 nahm Facebook damit erstmals mehr als mit Anzeigen auf herkömmlichen Computern ein.