Goldabbau

Kanadische Firma glaubt an Bündner Goldvorkommen

Im Vorderrheintal soll nach Gold gesucht werden (Archiv)

Im Vorderrheintal soll nach Gold gesucht werden (Archiv)

Ein kommerzieller Abbau von Gold im oberen Vorderrheintal wird wieder wahrscheinlicher. Die kanadische Murray Brook Minerals Inc. (MBM) verstärkt die Suche nach abbauwürdigen Vorkommen. Im nächsten Jahr will sie 2,5 Millionen Franken für Probebohrungen ausgeben.

Das kanadische Bergbauunternehmen wertete verschiedene Untersuchungen und Sondierungen der letzten Jahre aus und kommt zu einem positiven Fazit. Die Beschaffenheit des Gesteins im Bündner Oberland begünstige grössere Goldvorkommen, teilte die MBM mit. Die Region gilt noch vor dem Napfgebiet in den Kantonen Luzern und Bern als die goldhaltigste der Schweiz.

Besonders vielversprechend sei der Fund von golddurchsetztem Gestein im Seitental Bova Gronda bei Disentis. Im August entnommene Proben enthielten 2,4 Gramm Gold in einer Tonne Gestein. Für einen profitablen Abbau ist das allerdings zu wenig. Als Minimum gilt eine Konzentration von acht bis zehn Gramm Gold pro Gesteinstonne.

Man gehe davon aus, dass irgendwo in der Gegend eine profitable Goldader liegen müsse, sagte der Gemeindepräsident von Disentis, Dumeni Columberg, zur Nachrichtenagentur SDA. Sie zu finden, sei aber offensichtlich sehr schwierig. Mehrere Firmen haben in den letzten zwanzig Jahren das Handtuch geworfen.

Doch selbst wenn auch die neueste Goldsuche buchstäblich im Sande verläuft, die Region hat vom Goldrausch schon jetzt profitiert. "Die Geschichte hat uns eine unwahrscheinliche Publizität als Tourismusregion gebracht", so Columberg.

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