Ein wichtiges Ziel sei, Vertrauen zurückzugewinnen und den Dialog zu fördern, sagte SBVg-Präsident Patrick Odier am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Zürich. Er plädiere für eine Rückbesinnung auf die Herkunft und auf die Werte, die den Finanzplatz Schweiz stark gemacht hätten: Qualität und Exzellenz, Stabilität, Weltoffenheit und Verantwortung.

Die Bankiervereinigung wolle ihre Verbundenheit mit der Schweiz ausdrücken und den vielen Menschen Danke sagen "die Tag für Tag Grosses und Kleines leisten, um das Land voranzubringen". Dazu hat der Verband einen Bildband mit Porträts von 100 Berufsleuten unter dem Motto "100 Jahre Swiss Banking - 100 Danke" erstellen lassen.

Zu der 2 Millionen Franken teuren Kampagne gehören auch ein Kurzfilm und ein "Dankomat", der durch die Schweiz tourt. Darin kann man mit einer kurzen Videobotschaft Personen danken, die einem nahe stehen.

Die Bankiervereinigung ist zuversichtlich, dass es trotz des angeschlagenen Ansehens der Branche nicht ein "Schimpfomat" wird: "Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt", sagte Odier. Die Banken wollten sich regelkonform im In- und im Ausland verhalten. Der Schutz der Privatsphäre bleibe aber ein wichtiger Pfeiler. Das Bankgeheimnis solle schützen, nicht verstecken helfen.

Neue Geschäfte

Wachstumsmöglichkeiten sieht Odier insbesondere bei der Vermögensverwaltung in aufstrebenden Ländern, in der Finanzierung von international tätigen Unternehmen und bei Hedge Funds oder Firmenübernahmen von Privatinvestoren (Private Equity).

Andere Finanzplätze hätten aufgeholt. Die Schweiz müsse verstärkt in Bildung investieren, damit auch die Banken durch fortwährende Innovation ihren Vorsprung halten, respektive ausbauen könnten.