Luftfahrt

Kabinenpersonal von British Airways streikt erneut fünf Tage lang

Viele Flieger bleiben am Boden: Flughafen London Heathrow

Viele Flieger bleiben am Boden: Flughafen London Heathrow

Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft British Airways ist am Samstag erneut in einen Streik getreten. Die Arbeitsniederlegungen sollen wie bei den beiden vorherigen Streikrunden Ende Mai und Anfang Juni fünf Tage lang bis zum Mittwoch dauern.

Am Wochenende seien aber zusätzlich zu einem Notfallplan mehr Flüge als vorgesehen angeboten worden, weil viele Mitarbeiter trotz des Streikaufrufs zur Arbeit erschienen seien, teilte die Airline mit.

Die Gewerkschaft Unite hatte am Samstag die neuen Streiks gestartet, weil nach monatelangen Verhandlungen noch kein Ende des Streits mit British Airways um Kürzungspläne, Arbeitsbedingungen und Löhne in Sicht ist. Unite hat bereits angekündigt, im Juli weitere Streiks zu organisieren, falls die Fluglinie nicht von ihren Kürzungsplänen abweicht.

Seit März hat das Kabinenpersonal immer wieder die Arbeit niedergelegt. British Airways soll dadurch bereits Millionensummen verloren haben. Vor allem im März sassen Tausende Urlauber fest, viele Passagiere buchen aus Angst vor Streiks keine BA-Flüge mehr.

Allein im Mai waren die Fluggastzahlen um 14,2 Prozent zurückgegangen. Das Unternehmen hatte stets betont, durch Notfall-Pläne alles im Griff zu haben.

Die Fluggesellschaft versprach, in den kommenden Tagen mehr als drei Viertel der gebuchten Flüge durchzuführen und damit täglich etwa 65'000 Menschen zu ihrem Ziel zu fliegen.

Im einzelnen kündigte BA an, vom Grossflughafen London Heathrow sollten 80 Prozent der geplanten Langstreckenflüge und 60 Prozent der Kurzstreckenflüge starten. Auf den Airports London City und Gatwick sollte der Flugverkehr nahezu normal bleiben.

Fussballfans müssten keine Sorge haben: Die Flüge nach Südafrika zur Fussball-Weltmeisterschaft könnten voraussichtlich wie geplant abheben, hiess es.

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