Industrie

Jura Elektroapparate erstmals seit 13 Jahren mit weniger Umsatz

Jura AG spricht bereits wieder von Trendwende (Archiv)

Jura AG spricht bereits wieder von Trendwende (Archiv)

Die Jura Elektroapparate AG hat 2009 erstmals seit 13 Jahren einen Umsatzrückgang erlitten: Die Verkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 373 Mio. Franken.

Das Geschäftsjahr 2009 sei "nicht befriedigend" verlaufen, sagte Jura-Chef Emanuel Probst vor den Medien in Niederbuchsiten SO. Man blicke jedoch optimistisch in die Zukunft.

In den wichtigen internationalen Märkten sank der Umsatz um 9 Prozent auf 322,1 Mio. Franken. 86 Prozent der Verkäufe erzielte Jura im Ausland. Auf dem Heimmarkt ging der Umsatz um lediglich 0,6 Prozent auf 50,9 Mio. Franken zurück.

Der Cash-Flow sank um 10,8 Prozent auf 22,3 Mio. Franken. Der gegenüber dem Euro harte Franken drückte auf den Umsatz. Gewinnzahlen veröffentlicht Jura keine.

Der Absatz der Kaffee-Vollautomaten schrumpfte im vergangenen Jahr insgesamt um 13,4 Prozent auf 258'000 Stück. Der Wachstumsmotor Export stockte, wie Probst sagte.

Im vierten Quartal wendete sich jedoch das Blatt. Der Umsatz kletterte um 6,9 Prozent. Probst sprach bereits von einer "Trendwende".

Verkaufsschlager in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und den Niederlanden waren vor allem Kaffee-Vollautomaten im Hochpreissegment. Gute Chancen rechnet sich Jura auch in Australien und Frankreich aus. Schwieriger läuft das Geschäft in den USA.

Die Jura Elektroapparate AG beschäftigt am Hauptsitz in Niederbuchsiten insgesamt 282 Personen und in den ausländischen Vertriebsgesellschaften 348.

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