Bergbahnen

Jungfraubahnen haben vom schwachen Euro profitiert

Im Frühling reisten mehr Asiaten ins Berner Oberland (Archiv)

Im Frühling reisten mehr Asiaten ins Berner Oberland (Archiv)

Die Jungfraubahnen haben Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr trotz Frankenstärke und den Katastrophen im wichtigen Kunden-Herkunftsland Japan deutlich steigern können.

Der Betriebsertrag stieg um 6,6 Prozent auf 71,7 Mio. Franken, wie die grösste Bergbahngruppe der Schweiz am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich nahm der Reingewinn um 23,9 Prozent auf 11,2 Mio. Fr. zu.

Die Währungseffekte wirkten sich bei den Jungfraubahnen sogar positiv aus: Da der Euro auch gegenüber den bedeutenden asiatischen Währungen an Wert verlor, konnten Asiaten günstiger nach Europa reisen. Ein Abstecher auf das Jungfraujoch blieb trotz Frankenstärke in vielen Fällen auf dem Programm.

313'600 Gäste besuchten dieses wichtigste Ausflugsziel der Jungfraubahn-Gruppe, 48'500 mehr als im Jahr zuvor. Die positive Entwicklung des Gruppenreisegeschäfts habe sich fortgesetzt.

Europäer kommen im Winter

Im Winter ist der Anteil der Gäste aus dem Euroraum aber höher. So hätten bereits in der abgelaufenen Wintersaison weniger Gäste aus den Euroländern ihre Winterferien in der Schweiz verbracht. Der Umsatz der Jungfrau Ski Region, an welcher die Jungfraubahnen mit 63 Prozent beteiligt sind, sank im ersten Halbjahr 2011 um 7,2 Prozent auf 29,7 Mio. Franken.

Die Gruppe sei gut in die zweite Jahreshälfte gestartet. Die Frequenzen auf dem Jungfraujoch stiegen im Juli und August um 9 Prozent, wie es weiter hiess. Dies sei erneut insbesondere den asiatischen Gästen zu verdanken, das Erdbeben in Japan habe kaum Einfluss gehabt.

In der Wintersaison 2011/12 dürfte sich der starke Franken aber schädlich auf den Tourismus auswirken. Daher gehen die Jungfraubahnen davon aus, dass sich die Stärke des zweiten und dritten Quartals nicht bis zum Jahresende fortsetzen wird.

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