Der Zufluss neuer Kundengelder vor allem in Osteuropa und Asien sowie die Entwicklung der Finanzmärkte haben die Differenz bewirkt, wie Julius Bär am Donnerstag mitteilte. Einen negativen Einfluss hatte hingegen der schwache Dollar, weil Julius Bär die aus aller Welt stammenden Kundengelder in Franken ausweist.

Genaue Zahlen zum Neugeldzufluss legt Julius Bär nicht vor. In den Schwellenländern sei er aber stärker angeschwollen als in Westeuropa, gab die Bank bekannt. Um die Verankerung in den Schwellenländern zu festigen, beteiligt sich das Zürcher Traditionshaus am brasilianischen Vermögensverwalter GPS mit Sitz in São Paulo, der umgerechnet etwa 4,5 Mrd. Fr. verwaltet.

Auch aus Deutschland berichtet die Bank, einer der wichtigsten Vermögensverwalter in der Schweiz, über einem Zuwachs an neuem Kundengeld von den Privatkunden. Im April hatte sich Julius Bär dort für 50 Mio. Euro von einem drohenden Verfahren wegen unversteuerter Kundenvermögen freigekauft.

Früchte der Sparbemühungen ernten

Durch die Frankenstärke verteuerte sich für Julius Bär der Aufwand, weil mehr Kosten als Einnahmen in Franken anfallen. In der zweiten Jahreshälfte will Julius Bär nach eigenen Angaben aber die ersten Früchte seiner Sparbemühungen ernten können.

Für die Analysten enthielt der Zwischenbericht wenig Überraschungen. Julius Bär kämpfe allerdings mit einigen schwierigen Trends im Vermögensverwaltungsgeschäft, schreiben beispielsweise die Experten der UBS.