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Julius-Bär-Aktionäre segnen Kauf für Teile von Merrill Lynch ab

Der Julius-Bär-CEO Boris F. J. Collardi an der ausserordentlichen GV in Zürich

Der Julius-Bär-CEO Boris F. J. Collardi an der ausserordentlichen GV in Zürich

Die Bank Julius Bär kommt dem Kauf des Vermögensverwaltungsgeschäfts ausserhalb der USA der Bank Merrill Lynch einen Schritt näher. Die Aktionäre haben an der ausserordentlichen GV der Schaffung von genehmigtem Aktienkapital für die teilweise Finanzierung des Kaufs zugestimmt.

Dabei würden 600'000 Franken an genehmigtem Aktienkapital durch die Ausgabe von maximal 30 Millionen Namenaktien geschaffen, teilte Julius Bär am Mittwochabend nach der Generalversammlung (GV) mit. Dieses Geld dient ausschliesslich der Finanzierung des Erwerbs.

Die Aktionäre haben ausserdem weiteren 150'000 Franken genehmigtem Aktienkapital zugestimmt. Dieses wird durch die Ausgabe von zusätzlichen 7,5 Millionen Namenaktien generiert. Die bestehenden Aktionäre haben für dieses Paket kein Bezugsrecht.

Die Kapitalerhöhung von bis zu 500 Mio. Franken mittels Bezugsrechtsangebot werde voraussichtlich im Oktober 2012 durchgeführt, teilte die Bank weiter mit. Die Privatbank Julius Bär hatte im August angekündigt, vom amerikanischen Finanzinstitut Merrill Lynch das Vermögensverwaltungsgeschäft ausserhalb der USA zu übernehmen.

Mit dem Zukauf erhöht Julius Bär seine verwalteten Vermögen auf bis zu 250 Mrd. Franken. Von Merrill Lynch sollen bis zu 72 Mrd. Fr. dazufliessen, wobei es einer solchen Transaktion immer Abflüsse gibt. Je nach Höhe der dazugekommenen Kundenvermögen bezahlt Bär maximal 780 Mio. Fr. an die Merrill-Lynch-Mutter Bank of America.

Das Geld für den Kauf bringt die Bank Julius Bär aus eigenen Mitteln auf, aber auch aus den neuen Aktien. Als nächstes muss die Übernahme noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Entscheide werden für Ende Jahr oder Anfang 2013 erwartet.

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