US-Konjunktur

Jobabbau in den USA im Mai abgebremst

Arbeitsuchende in den USA

Arbeitsuchende in den USA

Neues Zeichen der Erholung vom US-Arbeitsmarkt: Die grösste Volkswirtschaft der Welt büsste im Mai 345 000 Jobs ein und damit deutlich weniger als noch in den vergangenen Monaten.

Experten hatten für Mai mit einem Verlust von um die 525 000 Stellen gerechnet. Allerdings kletterte die Arbeitslosenquote nach Mitteilung des US-Arbeitsministeriums auf 9,4 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Vierteljahrhundert.

Die Jobverluste setzten sich laut Ministerium vor allem im verarbeitenden Gewerbe fort. Im schwer gebeutelten Bausektor und in einigen Dienstleistungsberufen verlangsamte sich derweil die Talfahrt.

Das Minus von 345 000 Stellen im Mai entspricht den Angaben zufolge nur noch in etwa der Hälfte des durchschnittlichen monatlichen Jobabbaus währen des vergangenen halben Jahres. Die Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent ist zugleich die höchste seit August 1983.

Seit dem Beginn der schweren Rezession in den USA im Dezember 2007 büsste das Land laut Ministerium sieben Millionen Jobs ein. Den soweit grössten monatlichen Verlust dieser Rezession hatte es im Januar mit einem Minus von 741 000 Stellen gegeben, das heftigste Minus seit 1949. Im April waren nach revidierten Daten 504 000 Jobs weggefallen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Dienstag die Erwartung geäussert, das in den nächsten Monaten noch mit "erheblichen" Stellenverlusten zu rechnen sei. Dennoch unterstrich er vor einem Kongressausschuss seine Hoffnung auf ein Ende der schwersten Rezession seit Jahrzehnten noch in diesem Jahr.

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