Der Median des Bruttojahreseinkommens stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an und lag im November 2018 bei 55'146 Franken, wie der Kaufmännische Verband Schweiz (KVS) am Donnerstag mitteilte. Das entspricht monatlich brutto 4242 Franken.

14,4 Prozent der Löhne von Berufseinsteigern liegen allerdings unter der Mindestlohnempfehlung des KVS von 52'000 Franken brutto pro Jahr. Das ist allerdings schon besser als 2016. Damals verdiente gar jeder fünfte Lehrabgänger unter 4000 Franken brutto. Nur einer von sieben Berufseinsteigern verhandelte 2018 über den Lohn für seine erste Stelle nach der Grundbildung.

Die Befragung des KVS bei rund 3300 Abgängern der kaufmännischen Grundausbildung ergab weiter, dass die Erwerbstätigenquote erstmals seit 2014 wieder angestiegen ist im abgelaufenen Jahr. 66,9 Prozent der Befragten haben innerhalb von vier Monaten nach Abschluss der Grundausbildung eine reguläre Stelle gefunden. 2017 waren es 65 Prozent. Sieben von zehn Personen konnten 2018 in ihrem Lehrbetrieb weiterarbeiten.

Für KV-Lernende, die nicht im ehemaligen Lehr- und Praktikumsbetrieb eine Weiterbeschäftigung finden, wird es laut der Umfrage jedoch zunehmend schwieriger, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen, dies in erster Linie wegen fehlender Berufserfahrung. Der KVS fordert deshalb die Unternehmen auf, vermehrt Stellen für Berufseinsteiger direkt nach der Lehre anzubieten.

Erstmals hat die Studie des KVS auch untersucht, wie hoch das Risiko in einer KV-Lehre für psychosoziale Erkrankungen ist. Mit Mobbing, sexueller Belästigung oder Gewalt sieht sich kaum ein Absolvent der kaufmännischen Grundausbildung konfrontiert. Eher angeführt werden hoher Arbeitsdruck, hohe Arbeitsmenge und häufige Störungen während der Arbeit. Am meisten genannt wurde jedoch Unterforderung, Langeweile und Monotonie.