EU-Finanzminister

Jean-Claude Juncker zum Vorsitzenden der Eurogruppe gewählt

Claude Juncker (r.) musste wegen des neues EU-Vertrags bestätigt werden

Claude Juncker (r.) musste wegen des neues EU-Vertrags bestätigt werden

Die Finanzminister der Euro-Länder haben den Luxemburger Regierungschef Jean-Claude Juncker als Vorsitzenden der Eurogruppe bestätigt. Juncker sei einstimmig für zweieinhalb Jahre gewählt worden, erklärte dessen Sprecher, Guy Schuller, in Brüssel.

Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Das Votum war nötig wegen des neuen EU-Reformvertrags von Lissabon. Der neue Grundlagenvertrag der Union wertet die Eurogruppe auf. Juncker amtiert seit 2005 als Vorsitzender der Ressortchefs der 16 Länder mit der Eurowährung und gilt als einer der profiliertesten EU-Politiker.

Juncker will die sogenannte Eurogruppe auf internationalem Parkett und in der EU sichtbarer machen als bisher.

Der dienstälteste Regierungschef der EU hatte den obersten Kassenhütern des Eurogebiets erstmals ein schriftliches Programm vorgelegt. Darin fordert er, die Eurogruppe müsse beim Entwurf der neuen EU-Wirtschaftsstrategie eine führende Rolle einnehmen.

Auch bei der wirtschaftspolitischen Koordination im gemeinsamen Währungsgebiet soll der exklusive Club eine stärkere Rolle einnehmen. Wegen der zerrütteten Staatsfinanzen in Griechenland ist das gemeinsame Währungsgebiet einer schwierigen Bewährungsprobe ausgesetzt.

Mit der Bestätigung Junckers sind die wichtigsten EU-Posten besetzt. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich bereits im vergangenen November darauf geeinigt, dass der Belgier Herman Van Rompuy künftig die Gipfeltreffen leiten wird. Neue EU-"Aussenministerin" ist die Britin Catherine Ashton.

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