Wachstums-Strategie

Japanische Regierung legt Langfrist-Wirtschaftsstrategie vor

Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama

Japans Ministerpräsident Yukio Hatoyama

Die japanische Regierung will langfristig ein Wirtschaftswachstum von im Durchschnitt über zwei Prozent erreichen, indem sie die Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Umwelt, Gesundheit und Tourismus ankurbelt.

Das geht aus ihrer am Mittwoch vorgestellten wirtschaftspolitischen Strategie hervor, die wesentliche Ziele und Vorschläge bis zum Haushaltsjahr 2020/21 umreisst. Zu den sechs Hauptgebieten, auf die sich die Regierung dabei konzentrieren will, gehören auch Asien, die Beschäftigungspolitik sowie Wissenschaft und Technologie.

Insgesamt will die Regierung mehr als vier Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Das Bruttoinlandsprodukt soll mit Hilfe der Strategie bis 2020/21 auf 650 Billionen Yen (knapp 7,5 Billionen Franken) von derzeit 500 Billionen Yen steigen.

Allein in der Umweltindustrie hofft die Regierung auf 1,4 Millionen neue Stellen, weitere 2,8 Millionen sollen im Gesundheitssektor entstehen. Ausserdem will sich die Regierung für eine asiatisch-pazifische Freihandelszone einsetzen.

Die im September angetretene Regierung von Ministerpräsident Yukio Hatoyama und seiner Demokratischen Partei war für das Fehlen einer Strategie zum Ankurbeln des Wirtschaftswachstums kritisiert wurden. Für das kommende Haushaltsjahr hat sie einen Rekordhaushalt mit neuen Schulden vorgelegt.

Die Regierung befindet sich in einer Zwickmühle, weil sie einerseits die Wirtschaftsleistung ankurbeln und andererseits die Sorgen über den wachsenden Schuldenberg Japans dämpfen muss.

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