Katastrophe in Japan

Japaner protestieren gegen höhere Strahlungsgrenzen in Schulen

Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung an Schulen in Japan ist erhöht worden (Archiv)

Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung an Schulen in Japan ist erhöht worden (Archiv)

Wütende Eltern haben in Japan gegen eine Erhöhung der Grenzwerte für radioaktive Strahlung an Schulen protestiert. Rund 400 Demonstranten versammelten sich am Montag vor dem Bildungs- und Wissenschaftsministerium in Tokio.

Viele von ihnen kamen aus der Gegend um das bei dem Erdbeben am 11. März schwer beschädigte Atomkraftwerk Fukushima. Sie protestierten gegen die von der Regierung beschlossenen neuen Grenzwerte, die eine Strahlung von bis zu 20 Millisievert pro Jahr zulassen. Dieser Wert ist zwanzig Mal so hoch wie der vorherige Grenzwert für Schulen.

Organisatoren der Proteste sagten zudem, der neue Grenzwert für Spielplätze liege sechsmal höher als die gesetzliche Höchstgrenze von 0,6 Microsievert pro Stunde, die für Arbeitsplätze von Unter-18-Jährigen gelte. Die Regierung hat die Erhöhung als notwendig verteidigt, um die Schulbildung tausender Kinder in der Präfektur Fukushima gewährleisten zu können.

Unterdessen traf ein sechsköpfiges Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Tokio ein. Die Gruppe solle die Reise eines grösseren Teams vorbereiten, das vom 24. Mai bis zum 2. Juni Daten zur Nuklearkatastrophe in Fukushima erheben soll.

Der Direktor der IAEA-Abteilung für atomare Sicherheit, Jim Lyons, hatte vor dem Abflug der Gruppe in Wien gesagt, es noch nicht sicher, ob sie das Atomkraftwerk selbst besuchen würden.

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