Die Weltwirtschaft schrumpft im laufenden Jahr um 1,1 Prozent, wie der IWF in seinem neuen vorgelegten Ausblick schreibt. Im nächsten Jahr sollte sie dann bereits wieder kräftig um 3,1 Prozent wachsen.

Damit ist der IWF deutlich zuversichtlicher als noch im Juli: Die Prognose für das laufende Jahr wurde um 0,3 Prozentpunkte nach oben korrigiert, jene für das nächste Jahr sogar um 0,6 Prozentpunkte.

Auch die Aussichten für die Schweiz schätzt der IWF deutlich besser ein: Im laufenden Jahr schrumpft die Wirtschaft gemäss der neuen Prognose um 2,0 Prozent. Ende April hatte die Organisation noch ein Minus von 3,0 Prozent vorhergesagt.

Für 2011 rechnet der IWF für die Schweiz wieder mit einem Wachstum von 0,5 Prozent, nachdem er im April noch einen Rückgang des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,3 Prozent vorhergesagt hatte.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibe aber angespannt: Der IWF sagt für die Schweiz eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent im laufenden und 4,5 Prozent im kommenden Jahr voraus.

Die Wirtschaftsleistung der USA, lange die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft, bricht im laufenden Jahr um 2,7 Prozent ein. Für nächstes Jahr wird aber bereits wieder mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet.

Der grösste Wachstumsimpuls für die globale Wirtschaft dürfte nach Ansicht des Währungsfonds erneut von China kommen: Die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik wächst um 8,5 Prozent im laufenden und um 9 Prozent im nächsten Jahr.