IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sprach von einer historischen Vereinbarung. Es handle sich um die grösste Verschiebung im Machtgefüge der 187 Mitglieder starken Organisation zugunsten der Schwellen- und Entwicklungsländer, um deren wachsende Rolle in der globalen Wirtschaft anzuerkennen.

Im Zentrum der Reform steht eine Verschiebung der Stimmgewichte im Fonds von gut sechs Prozent in Richtung der aufstrebenden Schwellenländer. Trotz des Umbaus behalten die Europäer eine wichtige Position im Fonds, wenn man ihre Stimmen und Sitze zusammenzählt.

Die zehn einflussreichsten Länder mit den entsprechenden Stimmgewichten im Fonds sind künftig die USA, Japan, China, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Russland, Indien und Brasilien.

China prescht von Platz sechs vor und überholt Deutschland, Grossbritannien und Frankreich. Auf die Reform hatten sich die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im vergangenen Monat auf ihrem Treffen in Südkorea verständigt.

Der IWF kündigte ausserdem eine Reform des Exekutivdirektoriums an. Dort sollen künftig nicht nur die fünf grössten Anteilseigner USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien und Frankreich gesetzt sein. Künftig wird diese Gruppe mit China, Indien, Brasilien, Italien und Russland auf zehn erweitert.