Schuldenkrise

Italien will 40 Milliarden Euro Schulden an Firmen zurückzahlen

Staatspräsident Giorgio Napolitano bei der Präsentation seiner "zehn Weisen"

Staatspräsident Giorgio Napolitano bei der Präsentation seiner "zehn Weisen"

Italiens Übergangsregierung hat die Rückzahlung von Schulden in Höhe von 40 Milliarden Euro an den Privatsektor angekündigt. Der Beschluss des Kabinetts sieht eine Auszahlung in den kommenden zwölf Monaten vor.

Mit dem Geld soll Firmen mehr Liquidität bereitgestellt und die Rezession bekämpft werden. Im März hatte die scheidende Regierung von Mario Monti erklärt, in diesem Jahr sollten 20 Milliarden Euro Schulden zurückgezahlt werden. 2014 sollten die Firmen weitere 20 Milliarden Euro vom Staat zurückbekommen.

Am Donnerstag war aus Regierungskreisen verlautet, das Italien in diesem Jahr mehr Staatsanleihen ausgeben wolle, um mit den Erlösen ausstehende Schulden beim Privatsektor zurückzuzahlen. Das bisherige Anleihen-Ziel für 2013 und 2014 sei erhöht worden.

Bislang hatte die Regierung geplant, bis Ende des Jahres zwischen 410 und 420 Milliarden Euro an neuen Schulden aufzunehmen. In dem am Samstag verabschiedeten Erlass hiess es, man wolle nach wie vor die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des BIP einhalten.

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