Die Billigfluglinie sei Mitte April auf dem römischen Flughafen Ciampino in mindestens 178 Fällen ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen. So seien die wegen der Luftraumsperre gestrandeten Passagiere nur unzureichend mit Lebensmitteln oder Getränken versorgt worden. Auch an Übernachtungsmöglichkeiten oder Ersatzflügen habe es gehapert.

Im Fall einer ausfallenden Flugverbindung ist die betreffende Airline gesetzlich verpflichtet, für einen Ersatzflug sowie für die Verpflegung und Unterbringung der Passagiere zu sorgen. Doch im Vulkanasche-Chaos im April hätten die ENAC selbst und der italienische Zivilschutz schliesslich den Ryanair-Passagieren unter die Arme greifen müssen.

Der Ausbruch des Vulkans am isländischen Gletscher Eyjafjallajökull hatte fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schliessung von hunderten Flughäfen hatte ein beispielloses Chaos ausgelöst, mehr als acht Millionen Reisende waren auf den Flughäfen sitzengeblieben.